Judentum begreifen

Ein Vormittag mit dem Lea Fleischmann-Bildungsprojekt

Was ist eigentlich eine Mesusa? Warum trägt man Gebetswürfel? Und wie fühlt sich eine echte Thorarolle an? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen am 11. März die Klassen 5d, 5e und 5f auf den Grund.

Im Rahmen des Religions- und Praktische Philosophie-Unterrichts verwandelte sich der Klassenraum in einen Ort der Begegnung und des interkulturellen Lernens unter dem Motto „Judentum Schülerinnen und Schülern verständlich gemacht“.

Ben Yehuda, Referent des in Jerusalem ansässigen Lea Fleischmann-Bildungsprojekts, gestaltete eine Doppelstunde, die weit über die Inhalte unseres Religionsbuchs hinausging.

Im Mittelpunkt standen allgemeine Einblicke in das jüdische Leben sowie die besonderen Traditionen rund um den Schabbat. Besonders spannend wurde es, als Yehuda den Schülerinnen und Schülern wichtige religiöse Gegenstände präsentierte und erklärte, z.B. die Thorarolle als das Herzstück des jüdischen Glaubens, die „Tefillin“ genannten Gebetswürfel, oder auch die Mesusa. Hierbei handelt es sich um eine Kapsel an den Türpfosten, die jüdische Häuser kennzeichnet.

Durch das vielfältige und anschauliche Angebot gelang es dem Referenten spielend, die Kinder zu motivieren. Die Schülerinnen und Schüler wiederum nutzten die Chance intensiv, ihre Fragen direkt an einen Experten zu stellen und so Vorurteile abzubauen, sowie Wissen aus erster Hand zu gewinnen.

„Es war toll, die Dinge nicht nur auf Fotos zu sehen, sondern erklärt zu bekommen, wie sie im Alltag wirklich benutzt werden“, so das Feedback einer Schülerin aus der 5d.

Sowohl die Kinder als auch die beteiligten Lehrkräfte blicken auf eine lehrreiche und inspirierende Doppelstunde zurück, in der sich gezeigt hat, wie lebendig und greifbar Religionsunterricht sein kann.

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Ben Yehuda und dem Lea Fleischmann-Bildungsprojekt für diesen wertvollen Austausch!